SailCom-Skippertraining

auf der Canary Charterweek 2016

Karte Die SailCom war das 7. Mal in Folge auf der Canary Charterweek dabei. Dieses Jahr wollten sich wieder erfahrene Segler der SailCom auf dem Atlantik zwischen den westlichen Inseln der Kanaren im Rahmen der Canary Charterwek weiterbilden und unter härtesten Bedingen, wie sich später noch herausstellen sollte, Ihren Erfahrungsschatz erweitern.


Unsere tolle und erfahrene Crew bestand aus Jörg dem Skipper, Sven als Co-Skipper, Maik für die Backschaft, Olli als Steuermann und Rainer als CFO (Bordkassen- und Einklarierungsmanager). Eggo musste leider krankheitsbedingt zu Hause bleiben.

Die Sailcom-Crew hatte diesmal eine Bavaria 45 Cruiser gechartert, die vom ersten Augenblick überzeugt hat. Die Kojen waren ausreichend groß und es war eine Menge Stauraum vorhanden.
Die Organisation von BluCharter hat perfekt funktioniert. Weiterhin konnte die Yacht auch durch ihre Seegängigkeit überzeugen, wie wir in den nächsten Tagen noch erfahren sollten.

YachtNachdem wir am Samstag, den 13.02.2016 in unserem Ausgangshafen Garchico auf Teneriffa an Bord gingen, waren schon unsere Einkäufe besorgt und an Deck gebracht worden. Nachdem die Einkäufe verstaut und die Yachtübergabe vollzogen war, konnten wir die SailCom-Flagge mit einem „Besanschot An“ Bier festlich setzen.
Am Abend wurden wir, wie immer am ersten Tag, von unserem spanischen Flottenbetreiber ECC zur Welcome-Party eingeladen.
 

 

Am nächsten Tag, am Sonntag, den 14.02.2016, sollte es nach einem kurzen Biefing durch ECC von Garchico auf Teneriffa nach Santa Cruz de La Palma gehen. Vor uns lagen 55 nm. Der Wind war mit NE 4 bestens angesagt. Wir konnten an diesem Tag (das war auch der einzige Tag) Vollzeug setzen und hatten bei halben Wind besten Segelspaß. Je weiter wir nach La Palma kamen, desto mehr bezog sich der Himmel. Typisch für diese Inselseite. Die Hafeneinfahrt ist immer schwer an der Mole des Innenhafens auszumachen. Nach einem flotten Anlegemanöver lagen wir mal wieder bei dauerhaftem Schwell sicher im Hafen.

Am nächsten Tag, am Montag, den 15.02.2015 hat der Wind auf 8 Bft. aufgefrischt. Nach einem ganz kurzen Briefing war klar: Heute läuft keiner aus. Also schnell einen Mietwagenverleiher ausfindig machen und ein Auto zum Inselerkunden chartern. Gesagt getan und Rainer hat uns komfortabel umhergefahren. So hatten wir einen tollen Tag auf der Insel La Palma. Dabei haben wir im örtlichen Supermarkt noch schnell frischen Tunfisch gekauft. Maik hat mal wieder gezeigt, was er kann und hat abends an Bord den Fisch samt Beilagen zubereitet, den wir als Tageshöhepunkt genüsslich verspeist haben. Es hat mal wieder großartig geschmeckt.

Sven am Ruder Am Folgetag, Dienstag, den 16.02.2015 hatten wir tatsächlich eine Windstärke weniger. Also heute auf zur anderen Inselseite nach Tazacorte, wo die Sonne immer zu scheinen mag. Wir hatten uns bei immer noch NE-Windrichtung entschlossen, die Insel im Süden zu runden. Mit kleiner Fock und 45 kn Wind sowie 5 m Welle sind wir zu zweit ( Jörg und Sven) am Ruder mit Motorunterstützung gut ums Kap gekommen.
 

 

Auf der Rückseite wurden die Wellen kleiner und der Wind nahm auf 35 kn ab. Im Hafen von Tazacorte war es wieder windgeschützt und sommerliche 24 Grad warm. Herrlich!! Am Abend gab es noch einen tollen Höhepunkt, als wir die anwesenden Mitglieder mit einen SailCom-Skippertraining-Abendessen überraschen konnten. Wir hatten ein tolles Fisch-Menü zu einem günstigen Preis bei dem örtlichen Fischer bei einer tollen Atmosphäre eingenommen. Getreu unserem Motto "... einfach zusammen Spaß haben".

Joerg und Olli Am Mittwoch, den 17.02.2015 sollte es nach La Gomera in den Hafen von Valle Gran Ray gehen. Als wir aus der Windabdeckung von La Palma kamen, hatten wir ein ziemlich konfuses Wellenbild, welches sich bis nach La Gomera durchzog. Dabei waren die Wellen bei Wind aus N 6 Bft. über 4 m hoch, wobei die Welle nass und sehr kurz, ähnlich wie auf der Ostsee war.

Mit Fock und Motorunterstützung konnte Olli den Bedingungen gut trotzen und auf direktem Weg nach Valle Gran Ray steuern. Im Hafen gibt es bekannter Weise keine Versorgungsmöglichkeiten in Form von Wasser, Strom, Duschen oder Toiletten. Trotzdem hat der Ort ein bestimmtes Flair, wenn die Hippies den Sonnenuntergang bei Musik und Tanz am Strand anbeten. Dieses Spektakel muss man gesehen haben.

Am nächsten Tag, Donnerstag, den 18.02.2016 wurden wir mit ordentlichen Fallböen geweckt, die das gewaltige Tal herunter donnerten. In den nächsten Stunden wurde es auch nicht besser. Dazu kam dann noch überflüssigerweise Starkregen. Wir mussten und wollten weiter nach San Sebastian. Einmal auf die andere Seite der Insel. Also bei Starkwind und Starkregen ablegen.

Kaum hatten wir den Hafen verlassen, ließ der Wind nach und der Regen hörte auf. Die Sonne bescherte uns einen tollen Regenbogen.
Zunächst liefen wir unter Motor in der Windabdeckung der Insel. Kurz vor San Sebastian erwischten uns wieder Fallböen von 43 kn Wind, die uns teilweise ohne Segel mit 25 Grad Krängung auf die Seite legte. Im großen Vorhafenbecken wurde es etwas weniger.

crew Der mitfahrende Vercharterer ECC hatten uns allen beim Anlegen geholfen. So blieb alles heil. Toller Service.
Im Hafen selbst hatten wir wieder tolles Wetter. Wie immer hatte uns der Vercharterer ECC zu einer Paella-Party inkl. Getränken eingeladen. Die Party war wieder großartig.
Am Freitag, unseren letzten Tag, mussten wir nach Las Galletas auf Teneriffa zurück.

Wettervorhersage NW 6-7 Bft. Also wie immer! Draußen auf See, hinter der Landabdeckung, ungefähr auf der Hälfte der Strecke erwischte uns eine Schauerböe, der Stärke 10 Bft. Nur mit eingereffter Fock hat unser Co-Skipper Sven am Steuer mit unserer „First Lady“ gut Kurs gehalten.


sambaBild-6 Am letzten Abend stand wie immer die Good Bye - Party an.
ECC und BluCharter hatten die gesamte Crew dazu eingeladen. Diesmal wurden wir von Sambatänzerinnen unterhalten. Es gab wieder leckere einheimische Köstlichkeiten.
 

 

Wir kommen gern wieder!

 

 

 

 

Ein Bericht von Jörg Müller / 2016

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